Bissingen KulturAktuellesGemeindeGemeindearchivBildungKirchenDichterKunstMusikFreizeitVereineKontaktLinks
  

 
 
Gemeindeverwaltung

 

Rathaus Markt Bissingen

Ein Rathaus mit Herz  
Rathaus Markt Bissingen  
Tag der offenen Rathaustür 16. Juni 2013  
 
Grußwort vom 1. Bürgermeister Michael Holzinger  

Ein Glas Sekt für das neue Bissinger Rathaus
Von Bachmann

Richtfest

Auf unserem Bild von links: Architektin Zita Frey, Architekt Wolfgang Obel, Bürgermeister Michael Holzinger und die Zimmerer Hartmut und Karl Förschner.


Richtfest für das neue Bissinger Rathaus.



Bissingen

„Hier thronet der Gemeinderat, mit seinen klugen Köpfen, sie suchen und sie finden Rat, wie man die Gemeinde kann schröpfen“ – so lautete ein Vers des Richtspruches, den die Zimmerer Karl und Hartmut Förschner gestern Nachmittag in Bissingen sprachen. Der Grund: Nach dem offiziellen Spatenstich im vergangenen Herbst fand gestern das Richtfest für das neue Rathaus der Marktgemeinde im Kesseltal statt.

Zahlreiche Bürger waren dabei, als die Zimmerer ein Glas Sekt fallen ließen und auf den Rohbau anstießen.


Bürgermeister Michael Holzinger sagte, dass das jetzige alte Rathaus den „heutigen modernen Anforderungen“ nicht mehr entspreche. „Wir schaffen ein neues Rathaus für die Bürgerinnen und Bürger unserer Gemeinde“, so Holzinger. Außerdem werde so im historischen Ortskern ein neuer Mittel- und Ausgangspunkt für Sanierungsarbeiten geschaffen.

Der Bürgermeister sagte: „Ich möchte mich bei allen beteiligten Firmen und deren Mitarbeiter sehr herzlich für die Zusammenarbeit bedanken.“

 

Eine der Firmen ist das Architekturbüro Obel. Architekt Wolfgang Obel betonte gestern, dass die Marktgemeinde „sehr wohl ein neues Rathaus braucht“. Außerdem entstehe seiner Meinung nach eigentlich das erste richtige Rathaus in Bissingen. „Bisher waren es immer andere Gebäude, die umfunktioniert wurden.“ Das neue Rathaus sei für Bissingen eine Bereicherung, so der Architekt weiter, „und das bedeutendste Gebäude“. (sb)

www.donau-zeitung.de vom 29.04.2011

 

„Schön und funktionell“

Rathaus in Bissingen nimmt Gestalt an.
Heute findet das Richtfest statt
Von Simone Bronnhuber

Rathausneubau

Noch haben „altes“ und „neues“ Rathaus die gleiche Anschrift. Wenn es nach Bürgermeister Holzinger geht, steht im Frühsommer 2012 nur noch eines: Das alte soll abgerissen werden.

Rathausneubau


Foto: Foto: Helmut Herreiner

Bissingen Das Knarren und Quietschen der alten Dielen wird Michael Holzinger vielleicht vermissen. Aber das sei dann auch schon alles gewesen, sagt Bissingens Bürgermeister und lacht. Noch sitzt er in seinem schwarzen Ledersessel an dem braunen Holz-Schreibtisch im „alten“ Rathaus und wälzt die Akten. Das soll sich aber, wenn es nach Holzinger geht, noch dieses Jahr ändern. Der Rohbau für das neue Rathaus direkt neben dem jetzigen ist so weit fertiggestellt, die Fenster sind auch schon installiert. Wenn alles nach Zeitplan läuft, soll die Verwaltung noch vor Weihnachten in das neue Rathaus umziehen. „Wir freuen uns alle schon riesig. Die Mitarbeiter können es auch kaum abwarten“, erzählt Rathauschef Holzinger.

Sechs Wochen Pause

Im Oktober vergangenen Jahres fand der offizielle Spatenstich für das Millionenprojekt im Kesseltal statt. Seither hat sich viel getan: die Baumeisterarbeiten sind abgeschlossen, der Zimmermann ist fertig. Als Nächstes stehen die Arbeiten des Spenglers an. „Wir liegen mittlerweile wieder gut in der Zeit“, so Holzinger. Der strenge Winter habe eine sechswöchige Zwangspause gefordert, der frühe Frühling habe die verlorene Zeit aber wieder wettgemacht.

Nächster wichtiger Termin für die Gemeinde ist September. Bis dahin muss Holzinger die Kosten abrechnen, die gefördert werden. Insgesamt kostet der Neubau des Rathauses rund 2,5 Millionen Euro. Mit 299500 Euro wird das Projekt gefördert. Hohe Summen – auch für den Bürgermeister, vor allem in heutiger Zeit.

„Mittlerweile ist es nirgends mehr ein großes Thema. Was ich so höre, freuen sich auch die Bürger auf ein neues Rathaus.“ Außerdem sei es für Bissingen kein Luxus, ein Rathaus, das auf dem neuesten Stand ist, zu haben. Das „Alte“ steht seit dem 17. Jahrhundert, sogar der braune Holztisch des Bürgermeisters gehörte noch seinem Vorgänger. „Wir waren bislang wirklich nicht verwöhnt. Wir haben den Schritt zu einem Neubau gewagt und den ziehen wir jetzt auch durch“, so Holzinger. Bissingen habe seiner Meinung nach das Rathaus im Landkreis mit dem schlechtesten Zustand.

Besonders freut sich der Bürgermeister auf den neuen Sitzungssaal im obersten Stockwerk. „Der wird herausstechen.“ Auch das neue Trauungszimmer, das es bislang nicht gab, werde eine Bereicherung sein. Zusätzlich ist in den Kellerräumen mehr Platz für Registraturen im neuen Rathaus geschafft worden. Auch energetisch wird das neue Verwaltungsgebäude auf dem neuesten Stand sein. „Wir halten sogar schon die Richtlinien der neuen Wärmeschutzverordnung ein.“ Die Lichter im Gang beispielsweise werden künftig mit Bewegungsmeldern aus- und eingeschaltet. „Das neue Rathaus wird schön und funktionell“, beschreibt Holzinger.

Viel „Altes“ darf in das neue Rathaus nicht mehr mit. Ein paar wenige Schränke, die noch gut erhalten sind. Und der Schreibtischstuhl von Michael Holzinger. „Der tuts eigentlich schon noch.“ Umziehen darf auch die Topfpflanze „Benjamin“. Die steht seit Amtsbeginn im Büro des Rathauschefs. Wo sie im neuen Rathaus Platz findet? „Keine Ahnung. Aber sie darf mit.“

Artikel aus den Rieser Nachrichten >>>

[nach oben]

Bissingen
Die letzten Tage des alten Rathauses

Altes Rathaus

Die Abriss-Arbeiten haben begonnen
Von Simone Bronnhuber

Noch erkennt man das alte Bissinger Rathaus, in zwei Wochen ist davon aber nichts mehr übrig: Seit gestern haben die Abriss-Arbeiten begonnen, noch im Herbst sollen anstelle des Gebäudes Parkplätze sein.

Seit dem 18. Jahrhundert steht das große, gelbe Gebäude in der Straße Am Hofgarten in Bissingen. Doch in zwei Wochen wird davon nichts mehr zu sehen sein. Gestern hat eine Firma begonnen, das alte Rathaus abzureißen. „Das wird das Ortsbild definitiv verändern“, sagte gestern Nachmittag Bissingens Bürgermeister Michael Holzinger. Kann er sich doch noch erinnern, wie er selbst einmal in dem alten Gebäude auf der Schulbank saß. Bis zur Einrichtung des Rathauses war dort die Grundschule untergebracht.

Nachdem im Juni Holzinger und die Mitarbeiter in den Millionen-Neubau oberhalb des alten Rathauses umgezogen sind, begannen gestern die Abrissarbeiten. Noch in diesem Jahr soll dort ein Parkplatz für rund 14 Autos entstehen und auch die Außenlagen sollen weitgehend fertiggestellt werden.

www.donau-zeitung.de vom 21.08.2012

 

[nach oben]

Geschichte
Amtshaus, Schulhaus und Rathaus

Abgerissenes Gebäude in Bissingen hat eine reiche, bewegte Vergangenheit

Altes Rathaus

Nur für die vergangenen beiden Generationen von Kesseltaler Bürgern war es das Rathaus der Marktgemeinde Bissingen. Zuvor jedoch wurde das Gebäude, das in den vergangenen Wochen abgebrochen wurde, unter der Adresse Am Hofgarten 1 mehr als ein Jahrhundert lang als Schulgebäude für die Schulkinder des unteren Kesseltals genutzt. Viele Ältere erinnern sich noch lebhaft an die knarrende Holztreppe, die in den oberen Schulsaal führte. „Im Winter musste immer der alte Ofen in jedem Klassenzimmer geheizt werden“, sagen Nikolaus Keis und Simon Knaus.

Während Keis noch in den Zeiten des Dritten Reiches hier zur Schule ging, wurde Knaus 1947 eingeschult. Beiden ist lebhaft in Erinnerung, dass die mit Holz und Kohle beheizten Öfen frühmorgens von Margarethe Eisenbarth, welche die Hausmeisterdienste versah, angeschürt wurden. „Und dann gab es in jeder Klasse einen Heizungsdienst. Das heißt, der Schüler, der am nächsten beim Ofen saß, musste den ganzen Vormittag lang nachschüren“, schmunzelt Simon Knaus noch heute, weil er selbst lange diese Aufgabe wahrnehmen musste. In den entbehrungsreichen letzten Kriegsjahren mussten die älteren Schüler gar die benötigten Holzscheite selbst mitbringen, fügt Keis an.

Erbaut wurde der nahezu quadratische, jetzt abgerissene Kastenbau, ursprünglich als Amtshaus des Fürstenhauses Oettingen-Wallerstein, das einst im Besitz großer Teile des Kesseltals war. Dieses Amtshaus, zwischen dem herrschaftlichen Schloss und dem alten Schulhaus am Bräuberg gelegen, erwarb die Gemeinde Bissingen am 23. November 1863 für eine Summe von 2600 Gulden vom fürstlichen Haus. Nach dem Kauf im Jahre 1863 konnten in dem vormaligen Amtshaus drei Schulsäle und zwei Wohnungen für die beiden Hilfslehrer eingerichtet werden.

www.donau-zeitung.de vom 04.10.2012

 

[nach oben]

 
 
 
 

 


 
©2012-2016 www.markt-bissingen-kultur.de